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Beginnen wir mit dem Anfang dieser Internetseite.
Meine Frau und ich entschlossen uns in 2006 kurzfristig während einer größeren Renovierungsmaßnahme unserer alten Reetkate zum Einbau eines Wasserkamins, da die bestehende Heizungsanlage eh erneuert werden mußte.
Auch nun gegen Ende 2010 sind wir absolut überzeugt von dem ganzen Konzept und geniessen die Freiheit selber für unseren Warmwasserhaushalt sorgen zu können und schätzen die milde Wärme des Kamins an kalten Abenden.
Einige Überlegungen sind jedoch angebracht, denn eine Holzfeuerung muss gut überlegt und ausgeführt werden. Neben
den vielen Konsequenzen, die ausser der Holzbeschaffung und Trocknung
eine Rolle spielen, muss eine fachgerechte Ausführung der Anlage von einem
geprüften Installateur vorgenommen werden, Negativbeispiele von
Selbermachern mit verheerenden Auswirkungen sind durchaus bekannt.
Bedenken sie, daß es sich hierbei zwar um eine moderne Maschine
handelt, jedoch die Kraft des Dampfes (das warme Wasser darf nicht zum
Dampf werden) immense Kräfte beherbergt.
So nun meine persönlichen Erfahrungen:
Nach einem Jahrzehnt Erfahrungen mit einem dänischen Kamin wußten
wir so ziemlich worauf wir uns einlassen. Wer länger ernsthaft mit
einem wassergeführten Kamin arbeiten will benötigt auf jeden Fall eine
Menge Enthusiasmus, denn alleine die dauernde Beschaffung von gutem
Kaminholz fordert doch einigen körperlichen Tribut.
In unserem Fall stand eine generelle Renovierungsmassnahme an
unserem alten Fachwerkhaus an, und neben Dämmung auch ein Austausch der
30 Jahre alten Gasheizung. Wir kombinieren unseren Jolly-Mec mit einem
600 Liter Speicher und einer Brennwertheizung von Paradigma.
Wir entschieden uns für das Rohmodell des Caldeas, weil wir selber
Handwerker sind und unbedingt unseren eigenen Fussabdruck hinterlassen
wollen. Der Caldea ist schlicht und bietet so viele
Gestaltungsmöglichkeiten.
Wir haben lange recherchiert und keinen Wasserkamin mit diesen Leistungsdaten und Möglichkeiten gefunden.
Fast 200 qm können auch bei -20 Grad Aussentemperatur in unserem Falle, nur mit dem
Jollymec beheizt werden und auch noch für die Warmwassererzeugung
bleibt Energie. Natürlich muss eine Menge Holz dafür rangeschafft
werden, und Nadelholz sollte es nicht sein, sondern zumindest Birke
oder Buche. Gute Erfahrungen habe ich aber auch mit Obstbäumen Apfel,
Kirsche, Birne, Mirabelle und sogar mit Robinie gemacht. Bei dem
Einsatz von Lärche oder Eiche (geht auch, am besten im Mischbetrieb)
muss der Kamin öfters und gründlich gereinigt werden, sonst gibt es
hier Leistungseinbussen.
Da ein Wasserkamin einen hohen Teil seiner Leistung an das Wasser
abgibt, ist es klar, daß im Brennraum nicht so hohe Temeraturen erzeugt
werden. Die Verbrennung ansich ist im Vergleich mit einem normalen Kamin
deswegen nicht so sauber und effizient. Dieses Verhalten kann aber
positiv beeinflußt werden durch trockenes und klein gespaltenes Holz.
Wir haben bemerkt, daß es besser ist, lieber kurz mit viel Holz zu
heizen, anstatt permanent mit wenig Holz. Der Caldea läßt durch
den großen Brennraum immens große Brennholzladungen zu, sodaß nur 2-3
mal täglich bei Vollastbetrieb nachzufüllen ist.
Ein leichter genereller Nachteil bei diesen Systemen ist ein
leichteres verschmutzen der Frontscheibe durch Russ wegen den
niedrigeren Temperaturen. Dieses tritt in erster Linie beim abkühlen
auf, da dann die Verbrennungsrückstände auf der Scheibe nicht
freigebrannt werden.
Tip: Zusammengekehrter Russ (keine Asche) brennt hervorragend ( in Papiertüte zugeben).
Bei der Auswahl eines Jollymecs mit Pellet-Betrieb sollte dieses
Verhalten deutlich besser sein, weil die Temparaturen am Holz höher
sein müßten (Mehr Oberfläche bei kleinerem Volumen).
In Kürze mehr.
Thomas Tschechne Quickborn
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